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Archiv 2007
Unterföhring, den 27. März 2007

EM.TV übertrifft die Umsatz- und Ertragsziele für 2006
  • Konzernumsatz steigt um 21 Prozent auf 253 Mio. Euro
  • EBIT mit 12,1 Mio. Euro gegenüber Vorjahr mehr als verdoppelt
  • Ergebnis nach Steuern bei 9,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro)
  • Sehr dynamische Entwicklung des Segments Sport
  • Weiteres ambitioniertes Ergebniswachstum 2007 erwartet

Das im SDax notierte Medienunternehmen EM.TV AG hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2006 verzeichnet und die eigenen Umsatz- und Ertragsziele - teilweise deutlich - übertroffen. Insbesondere das Segment Sport zeigte eine sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung, auch begünstigt durch das umfangreiche Engagement der Sportgesellschaften bei der FIFA WM 2006TM, dem wichtigsten Großereignis des vergangenen Jahres. Für das Jahr 2007 geht der Vorstand von einer erneut deutlichen Verbesserung der Ertragslage und der Rentabilität des Konzerns aus. Durch die im ersten Halbjahr 2006 erfolgte Neuordnung der Konzernfinanzierung hat sich EM.TV zusätzlichen Handlungsspielraum für weiteres Wachstum erschlossen.

Werner E. Klatten, Vorstandsvorsitzender der EM.TV AG: “Das Jahr 2006 hat unsere Erwartungen übertroffen. EM.TV ist kräftig gewachsen und hat einen Sprung bei der Ertragskraft gemacht. Besonders unsere Sportgesellschaften haben gezeigt, was in ihnen steckt. Die Medienbranche wandelt sich derzeit durch den Siegeszug der Digitalisierung grundlegend. Neue Verbreitungswege wie Video-on-Demand, Mobile Content oder Web-TV verändern Nutzungsgewohnheiten und relativieren die Rolle des klassischen Fernsehens. EM.TV ist sowohl technologisch als auch finanziell bestens gerüstet, diese Trends anzunehmen. Wir wollen in den kommenden Jahren weiter wachsen und unsere Position als mittelständisches Medienhaus, das Partner für viele Unternehmen sein kann, ausbauen.”

 Umsatz- und Ergebnisentwicklung 2006 EM.TV-Konzern

  • Der Umsatz stieg 2006 gegenüber dem Vorjahr (209,5 Mio. Euro) um 21,0 Prozent auf 253,4 Mio. Euro und lag damit über dem Zielwert von 250 Mio. Euro. Bereinigt um die erstmalige Vollkonsolidierung des Ende 2005 übernommenen audiovisuellen Dienstleisters Creation Club (CC) GmbH und des australischen Produktionsunternehmens Flying Bark Productions PTY. Ltd. erhöhten sich die Konzernerlöse um 11,1 Prozent.
  • Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte 32,7 Mio. Euro, eine Steigerung um 54,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 21,2 Mio. Euro. Damit wurde die Zielspanne von 27 bis 30 Mio. Euro deutlich übertroffen. Die zum Umsatzwachstum überproportionale Ergebniserhöhung ist auf nur moderate Steigerungen der wichtigsten Kostenpositionen zurückzuführen. Dabei wirkten sich Effizienzgewinne und verbesserte Kostenstrukturen, insbesondere im Segment Sport, positiv aus.
  • Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 12,1 Mio. Euro ebenfalls signifikant über der Zielspanne von 8 bis 10 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahreswert von 5,7 Mio. Euro konnte es mehr als verdoppelt werden. Die EBIT-Rendite bezogen auf den Umsatz stieg von 2,7 Prozent im Vorjahr auf 4,8 Prozent.
  • Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich auf 3,0 Mio. Euro nach 0,8 Mio. Euro im Jahr 2005. Darin enthalten ist die im zweiten Quartal angefallene, einmalige und nicht-liquiditätswirksame Sonderbelastung von 3,1 Mio. Euro aus der freiwilligen vorzeitigen Rückzahlung der 8% Optionsschuldverschreibung 2004/2009. Ferner wurde das EBT durch die bereits im ersten Quartal erfolgte vollständige Abschreibung einer Minderheitsbeteiligung in Höhe von 2,2 Mio. Euro beeinflusst.
  • Der Konzerngewinn nach Steuern und Minderheitenanteilen erreichte 9,9 Mio. Euro (2005: 0,2 Mio. Euro). Dazu trug wesentlich ein Steuerertrag von 6,8 Mio. Euro bei (2005: Steuerertrag von 0,3 Mio. Euro). Dieser ist insbesondere auf Auflösungen von Steuerrückstellungen bei einer Tochtergesellschaft, Steuerrückforderungen der AG, Aktivierung von steuerlichen Verlustvorträgen in der AG und Unterschieden in der Bewertung von Anlagevermögen zwischen Steuer- und Handelsbilanz zurückzuführen.

Bilanz und Cash-Flow 2006 EM.TV-Konzern

  • Das Eigenkapital des Konzerns lag per 31. Dezember 2006 mit 189,8 Mio. Euro um 36,2 Mio. Euro über dem Wert zum gleichen Stichtag des Vorjahres (153,6 Mio. Euro). Gründe für den deutlichen Anstieg waren neben dem höheren Jahresgewinn Mittelzuflüsse aus der Ausübung von Optionsrechten aus der 8% Optionsschuldverschreibung 2004/2009 sowie aus der Ausübung von Bezugsrechten aus Zertifikaten. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich leicht auf 49,8 Prozent (31. Dezember 2005: 48,6 Prozent).
  • Die liquiden Mittel stiegen signifikant von 45,8 Mio. Euro auf 132,3 Mio. Euro. Dies ist auf die im zweiten Quartal erfolgte Emission der 5,25% Wandelschuldverschreibung 2006/2013, Mittelzuflüsse aus der Ausübung von Optionsrechten sowie dem Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit zurückzuführen. Dem stand der Mittelabfluss aus der Tilgung der 8% Optionsschuldverschreibung 2004/2009 gegenüber.
  • Der Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit erreichte 61,4 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr ein Mittelabfluss von 4,0 Mio. Euro verzeichnet worden war. Der gestiegene Jahresgewinn trotz höherer Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens, der Abbau von Forderungen, insbesondere aus dem FIFA-Projekt, sowie höhere Verbindlichkeiten waren die wesentlichen Einflussfaktoren für die Verbesserung. Der Cash-Flow der Berichtsperiode betrug 92,3 Mio. Euro nach -66,4 Mio. Euro im Vorjahr.

Informationen zu den Geschäftssegmenten

Segment Sport
Das Segment Sport besteht aus dem Free-TV-Sender DSF, Deutschlands führender Sport-Online-Plattform Sport1 und dem Produktionsdienstleister PLAZAMEDIA mit der Tochtergesellschaft Creation Club. Auch die exklusiven europäischen Vermarktungsrechte im Merchandising an der FIFA WM 2006� waren 2006 dem Segment zugeordnet.

Das Segment Sport erhöhte den Umsatz von 177,8 Mio. Euro im Vorjahr um 24,7 Prozent auf 221,7 Mio. Euro. Das Segmentergebnis Sport konnte von 10,1 Mio. Euro um 83,2 Prozent auf 18,5 Mio. Euro verbessert werden. Alle drei Sportgesellschaften verbesserten ihre Ertragslage.

  • Das DSF stabilisierte den Umsatz auf bereits hohem Niveau. Dabei blieb das Verhältnis zwischen den beiden Erlössäulen Werbung (klassische Werbung, Sponsoring und Sonderwerbeformen) und T-Commerce (DRTV/CPO, Mehrwertdienste und Call in) mit 57 zu 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Nicht zuletzt dank eines Effizienzprogramms und Kostenoptimierungen erreichte der Sender das höchste Ergebnis seit Gründung im Jahr 1993.
  • PLAZAMEDIA verzeichnete eine deutliche Umsatzsteigerung, die in erster Linie durch die Produktionsleistungen im Umfeld der FIFA WM 2006TM, aber auch durch die erstmalige Einbeziehung der Creation Club (CC) GmbH erreicht wurde.
  • Sport1 verzeichnete im WM-Jahr eine Reichweitensteigerung von mehr als 40 Prozent gegenüber 2005, verbunden mit einem Umsatzsprung von 47 Prozent.

Segment Unterhaltung
Das Segment Unterhaltung bündelt das Geschäft mit hochwertigen Kinder- und Jugendprogrammen. Trotz eines weiterhin schwierigen internationalen Marktumfelds konnte der Umsatz von 30,6 Mio. Euro auf 31,4 Mio. Euro leicht gesteigert werden (+ 2,6 Prozent). Die Erhöhung des Umsatzes ist u.a. auf Effekte aus der Vollkonsolidierung der Flying Bark Productions PTY. Ltd. zurückzuführen. Das Segmentergebnis blieb mit 0,6 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau (5,7 Mio. Euro). Mitursächlich waren Umsatz- und Produktionsverschiebungen bei Neuproduktionen.

Segment Sonstige
Das Segment weist vor allem die Umsätze und Erträge der EM.TV AG als Holdinggesellschaft aus. Das Ergebnis konnte aufgrund der weiteren signifikanten Reduzierung der Kostenstruktur von -10,0 Mio. Euro um ein Drittel auf -6,7 Mio. Euro verbessert werden.

Ausblick auf das Jahr 2007

Strategisches Ziel ist es, in beiden Geschäftssegmenten stabile Umsätze zu erzielen und die Profitabilität zu erhöhen. Zu diesem Zweck sind auch M&A-Aktivitäten denkbar, wobei Zukäufe an strenge Risiko- und Renditekriterien geknüpft sind.

Im Segment Sport wird der Ausbau von Verbundeffekten zwischen den Sportgesellschaften in Sinne von “Lösungen aus einer Hand” vorangetrieben.

Darüber hinaus sollen die Geschäftsmodelle der Sportgesellschaften auf neue Umsatzquellen wie Video-on-Demand, Mobile und Spiele ausgerichtet werden, um der veränderten Mediennutzung Rechnung zu tragen. Die Entwicklung von technologisch innovativen Produkten und Dienstleistungen im Zuge der Digitalisierung sowie die Internationalisierung der Geschäfte sind weitere strategische Schwerpunkte.

Im Segment Unterhaltung geht es darum, die Produktion weiterer hochwertiger Formate im Kinder- und Jugendbereich voranzutreiben und neue Distributionskanäle wie digitale Spartenangebote, IPTV, Video-on-Demand oder Mobile zu erschließen. Ferner soll der Zugang zu den internationalen Lizenzrechtemärkten verbessert werden. Die Tochtergesellschaft EM.Entertainment GmbH plant zudem den Einstieg in das aussichtsreiche Geschäftsfeld “Family Musicals”, allerdings verbunden mit verhältnismäßig geringen Produktionsinvestitionen.

Auf Konzernebene setzt der Vorstand für das Geschäftsjahr 2007, vorbehaltlich unvorhergesehener negativer Ereignisse, einen Konzernumsatz von rund 250 Mio. Euro als Ziel. Der Wegfall der erheblichen Umsatzbeiträge durch die FIFA WM 2006TM soll durch Wachstum in anderen Bereichen kompensiert werden.

Die Ertragslage des Konzerns soll sich erneut erheblich verbessern. Beim EBITDA wird eine Spanne von 36 bis 40 Mio. Euro angestrebt (Steigerung zwischen 10 und 22 Prozent gegenüber 2006). Das EBIT soll 14 bis 16 Mio. Euro erreichen (Steigerung zwischen 16 und 32 Prozent gegenüber 2006).

 Das mittelfristige Finanzziel des Vorstands lautet, auf Basis der Kennzahlen 2006 das EBIT jährlich um durchschnittlich 20 Prozent zu steigern.

Kontakt:
EM.TV AG
Sabine Lais
Tel.: +49 (0) 89 99 500 461
Fax: +49 (0) 89 99 500 466
Frank Elsner Kommunikation für
Unternehmen GmbH
Tel.: +49 (0) 5404 91 92 0
Fax: +49 (0) 5404 91 92 29

 

 



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